Sonntag, 2. August 2015

Urlaub in Form eines Küchleins – Olivenöl-Orangen-Kuchen mit Orangensirup und Basilikum

Nein, heute gibt es keine Schokolade!

… heute gibt es sogar etwas viel Besseres. Etwas für die in-den-Sommerferien-Daheimgebliebenen; diejenigen, die schon im Mai Urlaub hatten (meinereiner zum Beispiel) oder diejenigen, die unter den Temperaturschwankungen in unserer schönen Heimat leiden dürfen (oder müssen).

Es gibt: Einen Kuchen für die urlaubsreife Seele, der einen direkt in den Süden Italiens versetzt. Mit warmer Sonne im Gesicht, einem lauen Lüftchen und dem Duft reifer Orangen in der Nase. In nicht sehr weiter Ferne kann man das türkisblaue Meer sehen und bei Bedarf kann man seinen Liegestuhl mal eben schnell unter den großen alten Olivenbaum rücken…

Na? Schon angekommen?

Dann seid ihr jetzt bereit für meinen aktuellen Lieblingskuchen des Sommers. Und ich verspreche euch nicht zu viel – er schmeckt ganz einfach nach Urlaub in Italien…

Und falls ihr euch jetzt über die Zutatenzusammenstellung wundert: Das Olivenöl schmeckt man nicht wirklich, dafür macht es den Kuchen traumhaft weich und fluffig. Der Basilikum ist ebenfalls eher eine Randnote, keine Angst. Und er passt hervorragend, wie ich finde (und einige meiner fair gehaltenen Versuchskaninchen bestätigen das gerade indem sie Nachschlag verlangen).

Und in Kombination mit der kräftigen Orange – mmmmmhhh…

Ganz nebenbei bin ich im Moment ein riesiger Fan von Food Pairing, also der (Neu)kombination verschiedener Aromen. Es kööönnte also theoretisch sein, dass ihr hier demnächst des Öfteren über Geschmacksrichtungen stolpert, die euch im ersten Moment eher unkonventionell erscheinen. Ihr bekommt natürlich nur geglückte Experimente vorgeführt - freut euch also schonmal. Missglücktes gibt's auf Instagram. ;-)

So ihr Lieben, ich muss jetzt weg. Den Liegestuhl in den Schatten rücken und dem Meer lauschen. Zumindest gefühlt. Und dabei Reste naschen, falls mir jemand welche übrig gelassen hat.



Zutaten:

Kuchen (in einer ca. 27 cm Springform):
2 Cup Mehl (550)
½ TL Natron
1 Pkg Weinsteinbackpulver
½ TL Salz
¾ Cup Zucker
¾ Cup Sojajoghurt
½ Cup Olivenöl – Achtung, je nach Geschmack fruchtiger oder weniger fruchtig
Fein geraspelte Schale und Saft einer Orange
Frische Basilikumblätter – je nach Geschmack etwa 10 Stück, fein gehackt
½ Cup stark sprudelndes Wasser

Sirup und Orangen:
1 Cup Zucker
2/3 Cup Sirup (z.B. Agave oder Reis)
3 Cup Wasser
1 große (Bio!) Orange, in relativ dünnen Scheiben



Für den Sirup Zucker, Sirup und Wasser unter Rühren aufkochen bis sich der Zucker komplett aufgelöst hat. Orangenscheiben dazu geben und das Ganze etwa 1 Stunde kochen lassen. Dabei ab und zu vorsichtig umrühren, damit die Orangenscheiben nicht kaputt gehen.
Der Sirup sollte intensiv nach Orange schmecken und nicht mehr ganz dünnflüssig sein.
Orangen aus dem Sirup fischen, abtropfen lassen und bis zur weiteren Verarbeitung auf Backpapier legen.

Den Sirup in eine ausgekochte Flasche füllen. Der lässt sich nämlich auch prima für andere Leckereien verwenden – über Eis oder in Cocktails zum Beispiel…


Den Backofen auf 175°C (Umluft) vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier bespannen und den Rest mit etwas Olivenöl einpinseln und mehlen.
Mehl, Natron, Backpulver, Salz und Zucker in einer großen Schüssel mischen. Sojajoghurt, Olivenöl, Orangenschale und –saft und Basilikum grob unterrühren. Wasser dazugeben und kurz mischen.
Den Teig in die Springform füllen und glattstreichen.

25 – 30 Minuten backen – Stäbchenprobe machen – und gut auskühlen lassen.

Den Kuchen aus der Springform befreien und unmittelbar vor dem Naschen mit den Orangenscheiben belegen und mit etwas Sirup begießen.


Buon appetito!

... einfach, weil er so hübsch ist: Blauer Basilikum!


Samstag, 18. Juli 2015

Cremiges Aprikosen Pie Eis

Immer, wenn die Temperaturen auf dem Thermometer bei uns über die 35°C Marke klettern (In der Pfalz kann das schon mal passieren) bekomme ich Lust, in unsere Tiefkühltruhe einzuziehen und alles zu mampfen, was ich dort in Reichweite finde.

Entgegen der landläufigen Auffassung, dass man weniger essen kann, wenn es heiß ist, bekomme ich dann nämlich erst richtig Hunger. 



Dementsprechend gibt es große Mengen gefrostetes Obst, Smoothies, geeiste Kaffees und – meine große Liebe unter den gekühlten Nahrungsmitteln – Eiscreme. In die kann man nämlich theoretisch alles verwurschteln, das vorher noch warm war und es damit zur Erfrischung machen. Hehe, Hitzewelle ausgetrickst. 

Außerdem ist mir vor ein paar Wochen erst wieder aufgefallen, dass es hier zu wenig Eisrezepte gibt. Kann ja nicht angehen! Also wirklich!

Leiderleider muss ich zugeben, dass die Eisproduktion als solche und ich noch nie besonders dicke Freunde waren.
Ofen + Ich = Big Love; Eismaschine + Ich = Alles eingewutzt, Mimi isst halbgefrorene (aber leckere) Pampe mit dicken Eiskristallen drauf. 


Dann  habe ich auf einem meiner allerliebsten Lieblingsblogs Minimalist Baker ein Rezept entdeckt, das ich euch beim besten Willen nicht vorenthalten konnte. Also habe ich es gewagt und es ein bisschen Mimi-isiert. Und es war nebenbei ein Ofen involviert, es konnte also eigentlich nichts schief gehen.

Und was soll ich sagen, tatsächlich – es hat funktioniert! Perfekt cremiges, zartschmelzendes und dazu noch bombastisch leckeres Eis. Aus meinem eigenen Gefrierschrank. Ich kann es selbst noch nicht wirklich glauben.


May I introduce: …. Aprikosen Pie Eiscreme! 


Nein, ihr habt euch nicht verlesen, da ist wirklich Aprikosen Pie drin. Ein Träumchen, oder?
Und ich verspreche, der Aufwand lohnt sich. Das Zeug macht süchtig. Und eventuelle Pie Reste können nebenbei auch noch weggenascht werden (der Pie alleine lohnt sich schon!).

Ich muss dann auch weg, die Eismaschine wieder anwerfen… ;-)



*** Inspiriert durch die Cherry Pie IceCream von Minimalist Baker ***



Zutaten:

Creme:
1 ¾ Cup über Nacht eingeweichte Cashews
1 Dose Kokosmilch ( = 400 ml)
¼ Cup Zucker
¼ Cup Agavensirup
4 EL Kokosöl, flüssig
¼ TL gemahlene Vanille
½ TL Salz

Pie Boden:
1 ½ Cup Mehl (550)
5 EL Zucker
½ TL Salz
100 g Margarine
Ca. 3 EL Wasser oder Pflanzenmilch

Pie Füllung:
600 g entsteinte und klein geschnittene Aprikosen
1/3 Cup Zucker
50 ml Wasser


Außerdem: Eine einsatzbereite Eismaschine


Alle Cremezutaten in den Blender werfen und fein pürieren. Das Ganze für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen.

Für die Pie Füllung alle Zutaten in ein Töpfchen geben und für 10 – 15 Minuten unter Rühren köcheln lassen, bis sich die Aprikosen größtenteils verflüssigt haben.

Den Ofen auf 175°C (Umluft) vorheizen.

Zwischenzeitlich den Pie Boden vorbereiten. Aus Mehl, Zucker, Salz und Margarine mit den Knethaken der Küchenmaschine einen schön bröseligen Mürbeteig herstellen. Wasser oder Milch dazugeben und kneten, bis ein formbarer (aber mürber!) Teig entstanden ist.
Diesen auf der bemehlten Arbeitsfläche pieformgroß ausrollen und in ebendiese verfrachten (vorher fetten und mehlen, bitte).
Die Füllung auf den Boden geben, glattstreichen und gute 40 Minuten backen, bis der Pie knusprig ist.

Auskühlen lassen.

Nun die Cremebasis in die Eismaschine füllen, ca. ¼ Pie in kleinen Stückchen dazu bröseln und frosten lassen, bis ein schön cremiges Eis entstanden ist.
Ganz zum Schluss mehr Pie dazu krümeln – so viel, wie ihr möchtet (ich mochte viel, ihr könnt aber natürlich ein wenig davon aufheben, um es später über dem Eis zu verteilen). Kurz unterschwurbeln lassen.

Das Eis aus der Eismaschine befreien, in eine Form füllen und in den Tiefkühler stellen, bis es eine für euch essbereite Konsistenz angenommen hat. Gnadenlos wegnaschen.

Freitag, 26. Juni 2015

I want it all! - Torte [Gastbeitrag bei Sweet Pie]

Gestern durfte ich auf dem wunderhübschen und appetitanregenden (Nomnom) Blog Sweet Pie zu Gast sein - vielen Dank dafür, liebe Nadine! :)

Was es gab?

Da ich heute Geburtstag habe, habe ich beschlossen, mir vorab schonmal meine eigene Geburtstagstorte zu backen. Ihr dürft natürlich auch ein Stück haben, weil ich nämlich eine fürchterlich großzügige Mimi bin. ;)

Und weil ich dafür bekannt bin, mich hinsichtlich Torten nicht entscheiden zu können, gibt es heute für euch einfach alle Torten in einer Torte (zumindest was Schoki angeht und das ist ja das Wichtigste). Wie der Name schon sagt – I want it all, I want it now. (Kleines Bonbon *klick* *summ* )

Das Rezept findet ihr hier - *klick*